Freitag, 4. Februar 2011

Was macht ein Bildungsangebot nachhaltig?

Bei nachhaltigen Bildungsangeboten geht es nach meiner Auffassung im Kern darum, Lernende zu unterstützen, in beruflichen Handlungssituationen im Sinne der Leitidee Nachhaltigkeit zu agieren.

Ein nachhaltiges Lernangebot sollte die Fähigkeit fördern, die Abläufe in vernetzten Systemen zu verstehen, Handlungsspielräume zu erkennen sowie Widersprüche und Grenzen der eigenen Entscheidungsfähigkeit auszuhalten. Dazu reicht es nicht aus, Wissen zum Thema Nachhaltigkeit zu vermitteln. Es ist notwendig, Vernetzungen und Abläufe sichtbar zu machen und Möglichkeiten zu schaffen, das Denken in vernetzten Systemen einzuüben.

Ein Beispiel dazu aus der Umweltbildung: Die „Lernspinne“ 

Einen weiteren Nachhaltigkeitsaspekt sehe ich im Transfertauglichkeit von Modellen. Die Übertragung auf andere betriebliche Bereiche oder die Umsetzung in andere Organisationen wird beispielsweise unterstützt durch die Good- Practice-Datenbank des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und das Portal der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.




Eine weiterer Beitrag zum Thema: 

Was bedeuted der Megatrend Nachhaltigkeit für die Weiterbildung?

Kommentare:

  1. Ein nachhaltiges Bildungsangebot kann man meiner Meinung nach auch auf Umwelt & Ökonmie beziehen.
    Umwelt:
    - wie umwelverträglich ist mein Trainingsangebot (muss Material gedruckt werden/ kann es Reduziert/ elektronscih geliefert werden, muss geflogen werden oder kann man virtuell arbeiten/ lernen…)
    Ökonomisch:
    - was ist der business impact - i.S. von Kostenreduktion, Gewinnsteigerung

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  2. Ich gebe Ihnen Recht, Herr Jenewein. Vielen Dank für Ihre Ergänzung. Die Umweltverträglichkeit eines Trainingsangebots gehört in jedem Fall zu einem nachhaltigen Bildungsangebot.

    Bezüglich der Ökonomie habe ich ein wenig das Problem, ob man nicht unter Umständen die Meßlatte sehr hoch legt.

    Ich kenne zwar Beispiele aus der betrieblichen Praxis, bei denen beide Ziele(Umweltverträglichkeit und Kostenreduzierung) erreicht wurden aber ich bin im Zweifel, ob das grundsätzlich funktioniert. Ich lasse mich aber gerne überzeugen.

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  3. Nachtrag:
    Viele interessante Beiträge zum Thema finden Sie auch auf der Projektseite von BINK unter http://www.konsumkultur.de/. Im Projekt BINK arbeiten Wissenschaftler und Bildungspraktiker gemeinsam an Projekten zur nachhaltigen Entwicklung in Bildungsinstitutionen.

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