Donnerstag, 11. April 2013

#COER13 - Wieso, weshalb, warum?

Am 8. April ist der #coer13, ein offener Online-Kurs zu Open Educational Resources (OER), gestartet und ich nehme daran teil.

Im #coer13 wird sich also alles um frei zugängliche Bildungsressourcen drehen, wobei frei nicht nur kostenlos sondern auch frei für Veränderungen und Wiederveröffentlichung bedeutet.

Es mag auf den ersten Blick eher widersinnig erscheinen, wenn jemand, der sein Geld auch mit der Erstellung von Lernmaterialien verdient, lernen will, wie man kostenlose Materialien erstellt. Ist es aber nicht.


Der Bildungsmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch

Ich bin der Ansicht, dass sich unsere Bildungslandschaft in den kommenden zehn Jahren massiv verändern wird. Dabei spielen Zeit und Kosten eine ebenso große Rolle, wie die technologischen und organisatorischen Entwicklungen:

  • Es wird noch Bücher aus Papier und Präsenzveranstaltungen geben aber keine Weiterbildungsangebote ohne digitale Anteile. Die darin enthaltenen Bildungsmaterialien müssen einfach erstellbar, veränderbar und flexibel einsetzbar sein.

  • Finanzielle Mittel werden überwiegend in hochwertige technologische Lösungen, wie beispielsweise komplexe Simulationen oder Augmented Reality fließen. Einfachere Bildungsmaterialien müssen deshalb künftig vor allem billig zu erstellen und flexibel nutzbar sein.

  • Die Hochschulen werden in weiten Teilen Anlaufstellen für berufliche Weiterbildung werden, entweder als alleiniger Anbieter oder in Kooperation mit Unternehmen und unterschiedlichen Dienstleistern. Das wird erhebliche Auswirkungen auf den sonstigen Weiterbildungsmarkt haben, verbunden mit dem Zwang zur Veränderung als Erbringer verschiedener Serviceleistungen.

  • Bildungsmaterialien werden nicht mehr für Lernende entwickelt, sondern mit und von ihnen.

Bei all diesen Entwicklungen werden OER eine erhebliche Rolle spielen.

Meine Ziele im #coer13: Professionalisierung und Vernetzung

Ich habe mich bereits im MOOC Maker Course #mmc13 mit der Frage beschäftigt, wie die Entwicklung von OER vorangetrieben werden könnte. Daran möchte ich anknüpfen. Es geht mir dabei einerseits um persönliche Professionalisierung, zu Themen wie
  • bessere Suchstrategien, 
  • Ideen und Tools zur Entwicklung von OER, 
  • Mindestanforderungen an die Qualität 
  • Erstellen von Materialien zu aktuellen Bildungsthemen für meine Blogs
  • ...
wie auch um Vernetzung mit anderen Teilnehmerinnen/Teilnehmern. Neben diesen inhaltlichen Fragen interessiert mich natürlich besonders die Haltung anderer Freiberuflerinnen/Freiberufler zu OER. Sehen Sie die Ausbreitung von freien Bildungsmaterialien als Bedrohung, nicht relevant für Ihre Tätigkeit oder eher positive Entwicklung?

Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen, auch darauf, welche Materialien erstellt werden und welche Einsichten ich gewinne.

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